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DANKE für die Bratsche!

MusikübersMeer hat heute eine besonders wertvolle Spende erhalten: eine Bratsche. Bratschen sind in den Jugendorchestern sehr gefragt. Ganz herzlich bedanken wir uns für das wunderschöne Instrument! Eine Besonderheit: Der Spender ist zugleich der Bratschenbauer. Und da er MusikübersMeer schon 2019 zwei selbstgebaute Bratschen gespendet hat, kennen wir den vollen, warmen Klang seiner Instrumente schon. Die Bratsche ist inzwischen registriert und wird mit dem aktuellen Transport Anfang November übers Meer nach Kolumbien reisen.

Groove in La Boquilla

Während MusikübersMeer in der Schweiz am Vorbereiten des nächsten Instrumententransports nach Kolumbien ist, können die Kinder und Jugendlichen dort in den meisten Partnerschafts-Projekten wieder gemeinsam musizieren. Die Institución Educativa de la Boquilla in Cartagena de Indias, hat ein Video von ihrer ersten Nach-Corona-Probe veröffentlicht. Es ist auf der Facebookseite von MusikübersMeer zu sehen.

Auf Hochglanz poliert

Von 2007 und 2015 schickte MusikübersMeer jeweils alle ein, zwei Jahre Instrumente übers Meer. Inzwischen sind es jährlich bis zu drei, vier Transporte. Aktuell sind wir am Vorbereiten und Registrieren der gut hundert Instrumente, die MusikübersMeer im Oktober nach Cartagena de Indias schicken wird. Wir sind dankbar, dass wir auf ehrenamtliche Unterstützung zählen dürfen. Martin Gerber poliert im Instrumentenlager grad ein Snare auf Hochglanz.

Alt wird wieder neu

Eine Stiftung, die namentlich nicht erwähnt werden möchte, machte MusikübersMeer vor einiger Zeit ein aussergewöhnliches Angebot: Wir durften zwei Musikgeschäften defekte Instrumente übergeben. Die Stiftung finanzierte die Reparaturen und ermöglichte den beiden Werkstätten damit, ihren Auszubildenden während der Corona-Zeit sinnvolle Arbeit anzubieten. Nun sind 36 hervorragend instand gesetzte Instrumente zurück in Hedingen und bereit für die baldige Reise übers Meer. Dieses Alt-Horn ist nur eines davon – schade, haben wir keine Vorher-Nachher-Fotos gemacht….

«Die Musik war meine erste Liebe und ich entdeckte in der chaotischen Zeit des Erwachsenwerdens, dass es etwas Schönes und Echtes gibt, das ich zum Leben erwecken und ein Teil davon sein konnte», erzählt Magdelin Acosta. Magdelin war Mitglied des Jugendorchesters, das MusikübersMeer in Zusammenarbeit mit dem dominikanischen Kulturministerium 2008 im Städtchen Río San Juan (Dominikanische Republik) mit gespendeten Musikinstrumenten aus der Schweiz gründete. Über die Musik und die Auftritte mit dem Jugendorchester habe sie viel Freundschaft erfahren und sei selbstsicherer geworden.

Vor wenigen Tagen hat Magdelin Acosta ihr Studium als Ärztin abgeschlossen. Wir gratulieren ihr herzlich zum Durchhaltewillen und zum grossen Erfolg! Denn einfach sei das Studium nicht gewesen. Durch einen Unfall verlor Magdelin vor drei Jahren ihre Mutter. Sie erfuhr viel Trost und Unterstützung durch ihre Musikfreundinnen und -freunde. «Diese Freundschaften, die durch das gemeinsame Musizieren entstanden sind, haben einen grossen Wert für mich. Wir trugen einander immer Sorge und waren/sind wie eine Familie.»

Für die Zukunft wünscht sich Magdelin, dass sie eine ausgezeichnete Ärztin sein wird, so dass ihre Mutter stolz auf sie sein könnte. Und sie wünscht sich Kinder, die sie so erziehen möchte, wie sie selber erzogen wurde: «Und selbstverständlich würde ich meinen Kindern die Welt der Musik zeigen.»

Das ist noch einmal ein nostalgischer Rückblick auf die Projektreise 2021 in Kolumbien. Immer wieder haben uns unsere Partnerschafts-Institutionen erzählt, wie wertvoll die Corona-Überlebenshilfe von MusikuebersMeer war. Von Mai 2020 bis August 2021 konnten wir dank zweckgebundener Spenden regelmässig Lebensmittel-Gutscheine kaufen und damit die Ernährung von über 300 Familien in Cartagenas Armutsvierteln sichern. Wir haben diese Aktion nun abgeschlossen. Dazu und auch zu unseren Musikprojekten erhalten wir berührende Dankbriefe von Institutionen, Kindern und ihren Eltern. Wir bedanken uns unsererseits für die Freundschaft, die wir in Kolumbien bei jedem Besuch erfahren.

Abschiedskonzert

Die diesjährige Projektreise nach Kolumbien mit zwei Reparaturkursen, Besuchen bei Jugendorchestern und Gesprächen über neue Partnerschaften ist leider bereits wieder Vergangenheit. Zur Erinnerung an die intensive, gute Zeit hier ein Foto des Jugendorchesters in Purísima, Córdoba, wo die Fundación Arte y Cultura de Purísima mit viel Enthusiasmus mit Kindern und Jugendlichen arbeitet. Der Porro (Musikstil der kolumbianischen Karibik) tönt kraftvoll und regt zum Tanzen an.

Herzliche Gratulation!

MusikübersMeer gratuliert Alberto, Andrés, Eder, Jhonatan, Jheilis, José, Natalia und Roberto herzlich zum Abschluss des Reparaturkurses für Saiteninstrumente in Cartagena de Indias mit dem Geigenbauer Jonathan Klaus. Alles Gute wünschen wir auch Carlos, Estefany, Eudes, Juan Camilo, Yeifer, Yordanis, Luis David und María, die dank der fachmännischen Leitung von Jeasson Mejía und Dubán Silgado in den vergangenen zwei Wochen viele Blasinstrumente reparierten. (Alle Fotos der Website können mit einem Klick vergrössert werden.)
Foto: Maja Thalmann

Bereits hat die zweite Woche der Reparaturkurse für Saiteninstrumente und für Blasinstrumente in Cartagena de Indias begonnen. MusikübersMeer unterrichtet 16 junge Erwachsene, wie sie defekte Instrumente reparieren können. Die Kurse finden zum dritten Mal in unserer Partnerschafts-Stiftung Actuar por Bolívar statt, sind aber offen für junge Erwachsene aus allen Projekten von MusikübersMeer in Kolumbien. Lehrpersonen sind dieses Jahr der Schweizer Geigenbauer Jonathan Klaus (rechts auf dem Foto) und der dominikanische Blasinstrumentenreparateur Jeasson Mejía zusammen mit seinem kolumbianischen Assistenten Dubán Silgado. Weitere Fotos gibt es auf Instragram und Facebook.

Endlich ist MusikübersMeer wieder einmal auf Besuch in Kolumbien. Längst wollten wir weitere Reparaturkurse anbieten und alle Partnerschafts-Institutionen und Jugendorchester besuchen. Aus bekannten Gründen war das in den vergangenen Monaten nicht möglich. Es gab auch keine Musikproben und Konzerte. Umso mehr hat uns nun die Präsentation der inzwischen mehreren Musikformationen der Institution Educativa Francisco de Asis im Armutsviertel Arroz Barato in Cartagena de Indias überrascht und beeindruckt:  Was die Kinder und Jugendlichen im virtuellen Unterricht und in wenigen Wochen gemeinsamen Probens zustandebrachten, ist grossartig. Herzliche Gratulation der Direktorin, der Franziskaner Schwester Elizabeth, und herzliche Gratulation den Lehrpersonen und allen Musikantinnen und Musikanten!