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Es ist wieder einmal soweit: MusikübersMeer ist am Vorbereiten eines nächsten Instrumententransports. Und wieder einmal unterstützen uns Mitglieder des Musikvereins Hedingen beim Kontrollieren, Ölen, Fetten der Blasinstrumente – und Vereinsmitglieder beim Reinigen der Instrumente. Viele dieser Instrumente sind für die Stiftung FeduJazz in der Dominikanischen Republik bestimmt und gehen noch im Juli auf die Reise. Andere Instrumente fahren im September übers Meer nach Kolumbien. Weitere Fotos gibt es auf Facebook.

Seit 2013 bietet MusikübersMeer Reparaturkurse für Saiten- und für Blasinstrumente an, weil es für die Nachhaltigkeit der Musikinitiative enorm wichtig ist, dass Menschen in den Projektorganisationen ihre Musikinstrumente selber spielfähig halten können. Ab 2014 förderte MusikübersMeer den interessierten und talentierten Tuba-Spieler Jeasson Mejía Sánchez beim Reparieren von Blasinstrumenten. Heute ist er in der Dominikanischen Republik ein anerkannter Berufsmann. Darüber erzählt er hier.

Obwohl wir momentan vor allem für Überlebenshilfe in Kolumbien Geld sammeln, widmet sich MusikübersMeer selbstverständlich auch der Kernaufgabe: dem Aufbau neuer Jugendorchester mit gespendeten Musikinstrumenten aus der Schweiz. Am 22. Juni hat uns die Musikgesellschaft Hallau drei Euphonien, ein Alt-Saxofon, drei Trompeten, drei Cornets und vier Klarinetten gespendet, die für den Aufbau neuer Jugendorchester sehr wertvoll sind. Herzlichen Dank!
Foto: Dirigent Remo Arpagaus bei der Übergabe der 13 Musikinstrumente.
PS: Am dringendsten suchen wir weiterhin Posaunen und Saxofone, aktuell vor allem Tenor-Saxofone.

Beinahe täglich erhält MusikübersMeer Fotos und Videos von Familien aus den Armutsvierteln in Cartagena de Indias, die sich für die Überlebenshilfe aus der Schweiz bedanken. Auf diesem Foto zum Beispiel ist ein Teil von Jacquelines Familie zu sehen. Jacqueline (Bildmitte) spielt Trompete im Jugendorchester «Instrumentos de paz» und ist auch in diesem Video zu sehen. Am Schluss des Videos bedankt sich die Klarinettistin Yulieth für die Unterstützung aus der Schweiz. Ja, genau, die Yulieth, die schon im Spendenaufruf von MusikübersMeer auf die dramatische Situation in Kolumbien aufmerksam machte.
MusikübersMeer überwies bis heute 7’500 Franken «Corona»-Spenden und 5’000 Franken direkt aus dem Vereinsvermögen an unsere Projektpartnerschafts-Institutionen in Cartagena de Indias. Die Corona-Zahlen steigen bedauerlicherweise aber noch immer stark an und deshalb sammelt MusikübersMeer weiter Geld, damit sich die Familien «unserer» Musikantinnen und Musikanten Lebensmittel kaufen können.

Die Musik besteht weiter

Der Corona-Ausnahmezustand in Kolumbien hält an – die Ansteckungszahlen und Todesfälle steigen auch in Cartagena de Indias stark an. Aber die Musikerinnen und Musiker an unseren Projektstandorten bleiben nicht untätig. Hier ein Beispiel:
Marcela Gómez (Foto Robin Kirchhofer, Januar 2020), Diego Berrio und Jamer Corcho vom Ensemble «Nuestra Orquesta» in Cartagena de Indias spielen virtuell zusammen und treten online auf. In diesem Video (mit deutschen Untertiteln) erzählt Marcela zudem von der Bedeutung des Musizierens für Kinder und von der Zusammenarbeit mit MusikübersMeer.
Wir danken von Herzen allen, die unsere «Corona-Spendenaktion» unterstützt haben! Dank Ihrer Grosszügigkeit erhalten inzwischen notleidende Familien «unserer» musizierenden Kinder und Jugendlichen in Cartagena regelmässig Lebensmittel-Gutscheine. Die Corona-Sammelaktion läuft weiter – und wir hoffen fest auf weitere Spenden zur Linderung von Hunger in dieser ausserordentlichen, anhaltenden Notlage der Menschen in Kolumbien.

Am 15. Mai startete MusikübersMeer hier auf der Webseite und in den Social Media einen Spendenaufruf zugunsten von Musikantinnen und Musikanten und ihrer Familien in den Armutsvierteln von Cartagena de Indias (siehe Foto). Wegen der Corona-Auswirkungen leiden sie Hunger. Auch ein Zeitungsartikel ist erschienen. Inzwischen sind viele Spenden bei uns eingetroffen. Vielen Dank! Am 20. Mai haben wir 2’500 Franken an die Institution «Actuar por Bolívar» überwiesen. Deren Direktorin Rosario Doria und die Nonne Schwester Elizabeth, Direktorin eines Gymnasiums im Armutsviertel Arroz Barato, sind verantwortlich für die Lebensmittelverteilung.
Nächste Woche werden wir eine zweite Überweisung auslösen. Wir freuen uns, wenn weiterhin Spenden auf unserem Konto eintreffen (siehe Aufruf) und bedanken uns herzlich bei allen, die sich vom Leiden der armutsbetroffenen Menschen berühren lassen!

Liebe Freundinnen und Freunde von MusikübersMeer
In Kolumbien hat die Corona-Krise die Armut der Ärmsten drastisch verschärft. Viele Menschen sind in akuter Not. Auch Kinder und Jugendliche in Cartagena de Indias, die auf gespendete Musikinstrumente spielen, haben kaum zu essen. Die 19jährige Klarinettistin Yulieth del Carmen Buelvas Salgado bittet MusikübersMeer in einem Video um Hilfe.
Hinweis: Der Beitrag hat deutsche Untertitel.
Helfen Sie uns, zu helfen. Bitte spenden Sie mit dem Vermerk «Corona» an:
MusikübersMeer
8908 Hedingen
Postcheck-Nr.: 85-310707-2
IBAN: CH39 0900 0000 8531 0707 2
Ihre Spende leiten wir an die uns verbundenen Institutionen weiter, die damit Lebensmittel kaufen und sie den Ärmsten der Armen verteilen.
Haben Sie Fragen? Wenden Sie sich an Cornelia Diethelm, Tel. 044 761 02 52, oder an Maja Thalmann, Tel. 078 697 66 61. info@musikuebersmeer.ch.
Informationen zur Entwicklung der Spendenaktion finden Sie jeweils unter «Aktuell».

Wie lernen eigentlich die Kinder an den Projektstandorten von MusikübersMeer, in einem Jugendorchester zu spielen? Wie kommen sie zu «ihrem» Instrument?
Die Kinder erhalten ihre erste musikalische Grundbildung mit Hilfe der Blockflöte. Der spanische Name für die Blockflöte ist «flauta dulce» – süsse Flöte. Schnell kann man ihr Töne entlocken und die Blockflötenspieler*innen können schon bald in Gruppen mit anderen musizieren.
Sobald die musikalischen Kenntnisse und Fertigkeiten der Kinder dazu ausreichen, dürfen sie auf ein Orchesterinstrument von Musik übers Meer wechseln. Bei der Wahl steht ihnen ihre Musiklehrerin, ihr Musiklehrer zur Seite.
An dieser Stelle einmal ein spezielles Dankeschön an die Spender*innen unserer vielen, vielen Blockflöten. Ihre Spende bildet das Fundament für ganze Orchester.

Die Tuba fest im Griff und den konzentrierten Blick auf den Noten: Wer ist eigentlich der Junge, dessen Bild fast überall zu sehen ist, wo MusikübersMeer auftritt?
2008, bei der allerersten Spende von Musikinstrumenten nach Río San Juan (Dominikanische Republik), war Fabio 17 Jahre alt. Gern hätte er Saxofon gespielt, aber als Grösster unter den jungen Musizierenden erhielt er vom Musiklehrer das grösste Instrument zugeteilt. Fabio lernte sein Instrument schätzen und lieben. So sehr, dass sein Vater sich eines Tages beim Musiklehrer beschwerte: Nun liege jeweils die Tuba im Bett – sein Sohn schlafe am Boden.
Heute ist Fabio Antonio Vicioso Almonte selber Musiklehrer. Er spielt Gitarre und singt. Auch «seine» Tuba darf, in Santo Domingo in neuen Händen, weiter Musik machen.
Danke, lieber Fabio, dass du als Botschafter von MusikübersMeer mit der Welt teilst, was die Musik dir bedeutet.

Für den 24. April war unsere jährliche Vereinsversammlung angesagt. Wegen des Coronavirus wird sie nicht stattfinden können. Die Geschäftsleiterin informierte die Mitglieder und Spender*innen von MusikübersMeer. Den Jahresbericht 2019 und Informationen zu den Finanzen finden Sie auch auf unserer Webseite. MusikübersMeer wünscht Ihnen gute Gesundheit und viel schöne Musik.