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Ungefähr einmal pro Jahr spendet der Musikpunkt Kriens MusikübersMeer Instrumente und Zubehör. Aktuell durften wir neun Trompeten, zwei Cornets, zwei Posaunen, ein Waldhorn, eine Oboe, 17 Mundstücke und ein Stimmgerät entgegennehmen. Alles Material ist nun registriert und in Hedingen bis zum nächsten Instrumententransport übers Meer (voraussichtlich im September) zwischengelagert.

Seit 2015 finanzierte ein langjähriger Freund der Initiantin von MusikübersMeer ein 33-Prozent-Arbeitspensum für unsere Geschäftsstelle. Deshalb fliessen alle weiteren Geldspenden zu 100 Prozent in die Projekte von MusikübersMeer. Der grosszügige Spender wollte nicht namentlich erwähnt werden. Nun aber geben wir aus sehr traurigem Grund seinen Namen bekannt: Unser grosser Unterstützer Hanspeter Guggenbühl wurde am 26. Mai als Velofahrer von einem Motorradfahrer tödlich verletzt. Hanspeter war für uns nicht nur ein Freund und Spender, sondern auch ein Beispiel an Menschlichkeit.

Als Journalist und Buchautor, aber auch einfach als Mitmensch, hat sich Hanspeter Guggenbühl für mehr Gerechtigkeit auf unserer Welt eingesetzt. Unter anderem sprach er die unheilvolle Wirkung des geltenden Erbrechts an: Reich bleibt reich – arm bleibt arm. Er selber, der aus einer reichen Familie stammte, hat sich für einen anderen Weg entschieden: Er rührte keinen Franken seines Erbes an, sondern verteilte es an gemeinnützige Organisationen. So auch an MusikübersMeer.

Wir sind unendlich dankbar für alles, was Hanspeter Guggenbühl Kindern und Jugendlichen in benachteiligten Lebensumständen ermöglichte, und dass er ihnen mit seiner Unterstützung Hoffnung auf eine bessere Zukunft schenkte. Hanspeters Wertehaltung, wie sie in seinem Schaffen sichtbar ist, kann/soll ausstrahlen und als Beispiel gelten. Seine Zeitungstexte findet man im Internet und seine Bücher sind in Bibliotheken und im Buchhandel erhältlich.

Foto: Beatrix Mühlethaler

Auf dem Foto musiziert das Jugendorchester im Armutsviertel Arroz Barato in der kolumbianischen Stadt Cartagena de Indias (Mai 2021). Bis es soweit ist, dass Kinder und Jugendliche in den Partnerschafts-Institutionen von MusikübersMeer überhaupt ein Musikinstrument in den Händen halten, braucht es aufwändige Abklärungen und viele Arbeitsschritte.
Das kleine Team unserer gemeinnützigen Vereins stösst an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Wir suchen deshalb freiwillige Helfer*innen, die uns beim Abholen der Instrumente bei den Spender*innen unterstützen. Voraussetzungen: ab und zu freie Zeit und ein GA, um mit den ÖVs zu reisen, das entsprechende Instrument zu übernehmen und ins Instrumentenlager nach Hedingen zu bringen.
Wir freuen uns auf Sie. Vielen Dank im Voraus!

Achtzig Musikinstrumente (59 Orchesterinstrumente und 20 Blockflöten und kleine Perkussionsinstrumente) in zwei grossen Holzkisten sind seit gestern unterwegs von der Schweiz in die Dominikanische Republik. Im Armutsviertel Barrancones in der Stadt Baní hat die Ordensschwester Angelina Cartagena die Stiftung Jóvenes en Desarrollo aufgebaut. Diese unterstützt Kinder und Jugendliche, damit sie nicht in Drogen, Gewalt, Kriminalität, Prostitution abgleiten. Die Ziele decken sich perfekt mit denjenigen von MusikübersMeer. Künftig wird es also auch in Baní ein Jugendorchester geben. Wir freuen uns aufs erste Konzert.

Starker Vorstand

Der Vorstand von MusikübersMeer will sich verstärken und verjüngen. Einstimmig wählten die Vereinsmitglieder an der schriftlichen Jahresversammlung 2021 den 37-jährigen Lukas Diethelm als zusätzliches Vorstandsmitglied. Lukas Diethelm ist der Sohn der MusikübersMeer-Gründerin Cornelia Diethelm und lebte als Kind mit ihr ein Jahr in der Dominikanischen Republik. Im Jahr 2010 schloss er sein Masterstudium in Human- und Wirtschaftsgeographie mit einem Schwerpunkt in Entwicklungshilfe, Entwicklungsökonomie und Betriebswirtschaft an der Universität Zürich ab. Er arbeitete in Bern in der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und ist heute Manager Kundenqualität bei der SBB.

Grosse Zustimmung

Schon das zweite Jahr in Folge konnte der Vorstand des gemeinnützigen Vereins MusikübersMeer seine Mitglieder nicht nach Hedingen zur Vereinsversammlung einladen und entschied sich deshalb zur schriftlichen Abstimmung. 59,3 Prozent der Mitglieder haben geantwortet, alle Geschäfte angenommen und dem Vorstand Décharge erteilt. Vielen Dank für das Vertrauen! Der abgenommene Jahresbericht 2020 und Jahresrechnung 2020 inkl. Budget 2021 sind nun online einsehbar (jeweils etwas hinunterscrollen).

Volksmusik hier und dort

Ueli Mooser ist ein äusserst vielseitiger Schweizer Volksmusiker. Über Jahre hinweg hat er auch Instrumente gesammelt. Inzwischen trennt er sich von mehreren dieser Instrumente. Dabei hat er an MusikübersMeer gedacht. Vielen Dank! Junge Menschen in Kolumbien werden Hi-Hat, E-Bass, Synthesizer, Posaune, Oboe, Klarinette, Querflöte, Sopransaxofon und Violine wieder zum Klingen bringen.

MusikübersMeer sammelt seit 2007 in der Schweiz nicht mehr benutzte Musikisntrumente und baut damit in Armutsvierteln Jugendorchester auf. Die Corona-Pandemie hat auf ohnehin schon benachteilige Familien dramatische Auswirkungen. Siehe Corona-Überlebenshilfe. Aber genau das gemeinsame Musizieren gibt den Kindern Struktur, Freude, Hoffnung. Das zeigen die beiden aktuellen, kurzen Videos aus dem Quartier Nelson Mandela in der kolumbianischen Stadt Cartagena de Indias mit Saiteninstrumenten und mit Blas- und Perkussionsinstrumenten.

Es ist wieder soweit: MusikübersMeer bereitet die beiden nächsten Instrumententransporte übers Meer vor. Dabei erhalten wir vom Musikverein Hedingen und von ehrenamtlichen Helfer*innen einmal mehr wertvolle Unterstützung bei der Kontrolle, Reinigung und Pflege der gespendeten Instrumente. Vielen Dank für euer Fachwissen, lieber Jürgen, Thomas, Heinz, Fritz, Jürg, Hugo, Christoph und liebe Ruth, Marina, Elisabeth, Judith und Jolanda!

Cornelia Diethelm, die Gründerin und und ehrenamtliche Geschäftsleiterin von MusikübersMeer, war am Ostersonntag, 4. April 2021 Gast in der Sendung «Musik für einen Gast» von Radio SRF 2 Kultur. Die Sendung kann jederzeit nachgehört werden.