Die Musik besteht weiter

Der Corona-Ausnahmezustand in Kolumbien hält an – die Ansteckungszahlen und Todesfälle steigen auch in Cartagena de Indias stark an. Aber die Musikerinnen und Musiker an unseren Projektstandorten bleiben nicht untätig. Hier ein Beispiel:
Marcela Gómez (Foto Robin Kirchhofer, Januar 2020), Diego Berrio und Jamer Corcho vom Ensemble «Nuestra Orquesta» in Cartagena de Indias spielen virtuell zusammen und treten online auf. In diesem Video (mit deutschen Untertiteln) erzählt Marcela zudem von der Bedeutung des Musizierens für Kinder und von der Zusammenarbeit mit MusikübersMeer.
Wir danken von Herzen allen, die unsere «Corona-Spendenaktion» unterstützt haben! Dank Ihrer Grosszügigkeit erhalten inzwischen notleidende Familien «unserer» musizierenden Kinder und Jugendlichen in Cartagena regelmässig Lebensmittel-Gutscheine. Die Corona-Sammelaktion läuft weiter – und wir hoffen fest auf weitere Spenden zur Linderung von Hunger in dieser ausserordentlichen, anhaltenden Notlage der Menschen in Kolumbien.

Vielen Dank! Helfen Sie weiter?

Am 15. Mai startete MusikübersMeer hier auf der Webseite und in den Social Media einen Spendenaufruf zugunsten von Musikantinnen und Musikanten und ihrer Familien in den Armutsvierteln von Cartagena de Indias (siehe Foto). Wegen der Corona-Auswirkungen leiden sie Hunger. Auch ein Zeitungsartikel ist erschienen. Inzwischen sind viele Spenden bei uns eingetroffen. Vielen Dank! Am 20. Mai haben wir 2’500 Franken an die Institution «Actuar por Bolívar» überwiesen. Deren Direktorin Rosario Doria und die Nonne Schwester Elizabeth, Direktorin eines Gymnasiums im Armutsviertel Arroz Barato, sind verantwortlich für die Lebensmittelverteilung.
Nächste Woche werden wir eine zweite Überweisung auslösen. Wir freuen uns, wenn weiterhin Spenden auf unserem Konto eintreffen (siehe Aufruf) und bedanken uns herzlich bei allen, die sich vom Leiden der armutsbetroffenen Menschen berühren lassen!

Spendenaufruf für Überlebenshilfe

Liebe Freundinnen und Freunde von MusikübersMeer
In Kolumbien hat die Corona-Krise die Armut der Ärmsten drastisch verschärft. Viele Menschen sind in akuter Not. Auch Kinder und Jugendliche in Cartagena de Indias, die auf gespendete Musikinstrumente spielen, haben kaum zu essen. Die 19jährige Klarinettistin Yulieth del Carmen Buelvas Salgado bittet MusikübersMeer in einem Video um Hilfe.
Hinweis: Der Beitrag hat deutsche Untertitel.
Helfen Sie uns, zu helfen. Bitte spenden Sie mit dem Vermerk «Corona» an:
MusikübersMeer
8908 Hedingen
Postcheck-Nr.: 85-310707-2
IBAN: CH39 0900 0000 8531 0707 2
Ihre Spende leiten wir an die uns verbundenen Institutionen weiter, die damit Lebensmittel kaufen und sie den Ärmsten der Armen verteilen.
Haben Sie Fragen? Wenden Sie sich an Cornelia Diethelm, Tel. 044 761 02 52, oder an Maja Thalmann, Tel. 078 697 66 61. info@musikuebersmeer.ch.
Informationen zur Entwicklung der Spendenaktion finden Sie jeweils unter «Aktuell».

Mit der «flauta dulce» fängt alles an…

Wie lernen eigentlich die Kinder an den Projektstandorten von MusikübersMeer, in einem Jugendorchester zu spielen? Wie kommen sie zu «ihrem» Instrument?
Die Kinder erhalten ihre erste musikalische Grundbildung mit Hilfe der Blockflöte. Der spanische Name für die Blockflöte ist «flauta dulce» – süsse Flöte. Schnell kann man ihr Töne entlocken und die Blockflötenspieler*innen können schon bald in Gruppen mit anderen musizieren.
Sobald die musikalischen Kenntnisse und Fertigkeiten der Kinder dazu ausreichen, dürfen sie auf ein Orchesterinstrument von Musik übers Meer wechseln. Bei der Wahl steht ihnen ihre Musiklehrerin, ihr Musiklehrer zur Seite.
An dieser Stelle einmal ein spezielles Dankeschön an die Spender*innen unserer vielen, vielen Blockflöten. Ihre Spende bildet das Fundament für ganze Orchester.

Fabio – «unser Botschafter»

Die Tuba fest im Griff und den konzentrierten Blick auf den Noten: Wer ist eigentlich der Junge, dessen Bild fast überall zu sehen ist, wo MusikübersMeer auftritt?
2008, bei der allerersten Spende von Musikinstrumenten nach Río San Juan (Dominikanische Republik), war Fabio 17 Jahre alt. Gern hätte er Saxofon gespielt, aber als Grösster unter den jungen Musizierenden erhielt er vom Musiklehrer das grösste Instrument zugeteilt. Fabio lernte sein Instrument schätzen und lieben. So sehr, dass sein Vater sich eines Tages beim Musiklehrer beschwerte: Nun liege jeweils die Tuba im Bett – sein Sohn schlafe am Boden.
Heute ist Fabio Antonio Vicioso Almonte selber Musiklehrer. Er spielt Gitarre und singt. Auch «seine» Tuba darf, in Santo Domingo in neuen Händen, weiter Musik machen.
Danke, lieber Fabio, dass du als Botschafter von MusikübersMeer mit der Welt teilst, was die Musik dir bedeutet.

Verstärkung für MusikübersMeer

Seit heute hat MusikübersMeer eine neue Mitarbeiterin: Die Juristin Maja Thalmann wird die Geschäftsstelle künftig im Rahmen eines 30-Prozent-Pensums unterstützen. Den Lohn für diese Anstellung bezahlt ein grosszügiger Spender, der anonym bleiben möchte. Maja ist musikbegeistert, Mutter von drei Kindern und freiberuflich als Texterin tätig. Sie ist mit Südamerika vertraut und spricht fliessend Spanisch. Herzlich willkommen bei MusikübersMeer, liebe Maja!

Der Himmel voller Geigen

Das Geigenbauatelier Michael Rüttimann hat MusikübersMeer 29 Geigen in verschiedenen Grössen, ein 1/2-Cello und viel nützliches Zusatzmaterial gespendet.  Auf dem Foto mit Michael Rüttimann (vorne) ist auch Jonathan Klaus, der im Januar als Geigenbauer in Cartagena de Indias war. Herzlich bedankt sich MusikübersMeer für die grossartige Spende.

Frauenpower

Seit 2015 arbeitet MusikübersMeer mit mehreren regierungsunabhängigen Institutionen in Kolumbien zusammen. Ein besonders harmonisches Frauen-Trio sind diese drei Direktorinnen: Rosario Doria (re.) von «Actuar por Bolívar», Schwester Elizabeth von der «Institución Educativa San Francisco de Asis» und Cornelia Diethelm. Die grössten Erfolge in der Zusammenarbeit in unseren Projektländern sind meistens auf gleiche Grundwerte und auf gegenseitigen Respekt zurückzuführen.

Von Rapperswil nach Cartagena de Indias

In der «Linth-Zeitung» vom 15. Februar 2020 ist ein ganzseitiger Bericht mit schönen Fotos über den Geigenbauer Jonathan Klaus erschienen, der im Geigenbauatelier von Michael Rüttimann in Rapperswil arbeitet. Jonathan Klaus leitete im Januar in Kolumbien – wie hier ja auch schon zu lesen war – einen zweiwöchigen Reparaturkurs für Saiteninstrumente.
Foto: Robin Kirchhofer