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Für einmal gibt es hier kein Foto von musizierenden Kindern, sondern leuchtende Farben in Cartagena de Indias. Bilder von Jugendorchestern, von Musikunterricht, Reparaturkursen,  Reparaturpraktikum, Kulturaustausch in unseren Projektländern – und von der Arbeit unseres gemeinnützigen Vereins in der Schweiz – finden Sie im Jahresbericht 2023. Und sollten Sie sich ganz besonders für MusikübersMeer interessieren, dürfen Sie gern an unsere Vereinsversammlung am 24. Mai 2024 nach Hedingen kommen. Bitte anmelden auf info@musikuebersmeer.ch.
Foto: robinluisfotografie.ch

Das ist Alison Victoria Díaz Vega. Die zwölfjährige Cellistin spielt im Jugendorchester der Stiftung Puerto de Cartagena (Kolumbien). Sie ist das neue Gesicht von MusikübersMeer und symbolisiert, dass eigenes Musizieren Kindern und Jugendlichen eine bessere Zukunft ermöglicht. Damit verabschieden wir uns von Fabio Antonio Vicioso Almonte, der in all den vergangenen Jahren unser «Botschafter» war. Einige Tage ist Fabio noch auf unserer Website zu sehen, aber auf dem neuen Flyer (etwas hinunterscrollen) erscheint bereits Alision.
Wir bedanken uns bei Alison für ihre Musik, bei der Stiftung Puerto de Cartagena für die Unterstützung und beim Fotografen Héctor Rico Suarez, dass wir sein schönes Bild von Alison nutzen dürfen.

Einmal mehr haben Mitglieder des Musikvereins Hedingen an MusikübersMeer gespendete Instrumente kontrolliert und angespielt. Für diese wichtige fachliche Unterstützung sind wir sehr dankbar, denn es sollen ja nur gut spielbare Instrumente übers Meer in unsere Projektländer reisen.
Herzlich bedanken wir uns auch bei unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die jedes Instrument gereinigt und auf Hochglanz poliert haben.
Fotos von weiteren Menschen der beiden fröhlichen Aktionen sind auf Facebook und Instragram. Und wenn Sie ein nächstes Mal dabei sein wollen oder unseren gemeinnützigen Verein mit dem Abholen von Instrumenten unterstützen wollen – wir freuen uns.
Foto: Ruth Schätti und Jürgen Röhrig

Von den Anfängen bis heute

Im Januar 2008 konnte Cornelia Diethelm ihre Vision eines Jugendorchesters in Río San Juan an der Nordküste der Dominikanischen Republik umsetzen. In Zusammenarbeit mit dem dominikanischen Kulturministerium und mit grosser Unterstützung von Ueli Nussbaumer, damals Jugendvertreter im Vorstand des Schweizer Blasmusikverbands, ermöglichten 34 aus der Schweiz gespendete Orchesterinstrumente den Kindern und Jugendlichen das gemeinsame Musizieren. In den ersten vier Jahren begleitete Ueli Nussbaumer den Prozess und die Zeitschrift «unisono» berichtete über die Tätigkeit von MusikübersMeer. Nun erschien wieder ein Artikel in unisono – vor allem mit dem Aufruf, welche Instrumente wir aktuell besonders dringend benötigen.

Neue Projektpartnerschaft

Das ist aussergewöhnlich: Mit der neuen dominikanischen Projektpartnerin Parroquia Santo Domingo Savio de los Guandules (siehe Facebook und Instagram) hat MusikübersMeer den Zusammenarbeitsvertrag erstmals direkt am Vereinssitz in Hedingen unterzeichnet. Padre Macoby, der für die Projektpartnerin verantwortliche Priester, war für eine Weiterbildung in Europa und so passte es gut, dass er am Ostermontag unser Instrumentenlager besichtigte und danach mit der Präsidentin Cornelia Diethelm die künftige Zusammenarbeit «besiegelte».

Dank Instrumentenspenden konnte MusikübersMeer in den vergangenen 16 Jahren den Aufbau von über fünfzig Jugendorchester ermöglichen. Das gemeinsame Musizieren verändert das Leben von Kindern höchst positiv.
MusikübersMeer versucht, die Instrumentenwünsche der Projektpartnerschaften zu erfüllen. Manchmal gelingt uns das nicht, weil gewisse Instumente fehlen. Auf unserer Website haben wir aufgelistet, welche Instrumente wir dringend suchen. Aktuell brauchen wir vor allem mehr Posaunen, um harmonisch klingende Orchester aufzubauen. Wir sind also super-dankbar, wenn wir Sie zu einer Posaunenspende animieren können.
Foto: robinluisfotografie

Der 16jährige Kolumbianer Brender David Figueroa Pérez hat MusikübersMeer Einblicke in sein Leben gegeben: Er verlor früh seine Eltern, war Gewalt und Vernachlässigung ausgesetzt und erfuhr erst bei unserer Projektpartnerin Corporación Acción por Bolívar Actuar Famiempresas in Cartagena de Indias Fürsorge, Schutz und ein stabiles Umfeld. Die Musik wurde ein Wendepunkt in seinem Leben. Das betonte er übrigens schon 2016, als Actuar ein Video über den damals achtjährigen Brender drehte.

MusikübersMeer versucht, in mehrerer Hinsicht nachhaltig zu arbeiten. Einerseits sollen die gespendeten Musikinstrumente dank regelmässiger Pflege und wenn nötig Reparaturen Kindern und Jugendlichen in den Projektländern viele Jahre Freude machen. Andererseits bemühen wir uns, die Instrumente jeweils mit einem kleinen «Fussabdruck» einzusammeln und möglichst ressourcenschonend übers Meer zu transportieren. Häufig holen ehrenamtliche Helfer*innen die Instrumente zu Fuss, per ÖV oder mit dem Fahrad bei den Spender*innen ab. Es ist erstaunlich und erfreulich, wie viele Instrumente zum Beispiel auf diesem «Lastesel» Platz haben.

Dirigieren mit Feingefühl

MusikübersMeer hat 2022 auf Wunsch der Partnerschafts-Organisationen in Kolumbien erstmals einen Dirigierkurs durchgeführt. Diese Woche haben wir nun auch den Direktor*innen der Jugendorchester in der Dominikanischen Republik einen fünftägigen Dirigierkurs angeboten. Die kolumbianische Dirigentin Isabel Torres, die seit mehreren Jahren in Basel lebt, hat sich intensiv vorbereitet und den Kursteilnehmer*innen ihr Fachwissen und ihre Erfahrung vermittelt. Die Stiftung Fundarmoniartes in Santo Domingo West hat uns ihren grossen Musiksalon zur Verfügung gestellt. Und einen Tag lang durften die jungen Menschen mit dem Kinder- und dem Jugendorchester der Stiftung Fiesta Clásica in der kolonialen Zone von Santo Domingo proben. Fotos.

Vor einem Jahr bot MusikübersMeer mit Unterstützung der Projektpartnerschaften in Kolumbien zwei Reparaturkurse und einen Kulturaustausch mit den Schweizer Musikern Pius Baschnagel und César Correa an. Dieses Jahr waren wir «nur» zu Besuch bei verschiedenen Jugendorchestern und führten mehrere Gespräche über die Zusammenarbeit. Zum ersten Mal waren wir auch in Simití und in Valledupar. Die (sehr) langen Busfahrten haben sich gelohnt: Wir wurden mit viel Musik und Freundschaft beschenkt. Fotos.