Im September 2007 begann die Zusammenarbeit zwischen MusikübersMeer und dem dominikanischen Kulturministerium. Mit über 600 aus der Schweiz gespendeten Musikinstrumenten konnte das nationale freie Schulsystem Escuelas Libres in den vergangenen 15 Jahren in vielen dominikanischen Gemeinden Kinder- und Jugendorchester aufbauen. MusikübersMeer bot regelmässige Reparaturkurse an, ermöglichte dem heutigen Instrumentenreparateur Jeasson Mejía ein Praktikum in der Schweiz und rüstete die Reparaturwerkstatt in Santo Domingo mit dem nötigen Werkzeug und Zubehör aus. Zudem brachte der gemeinnützige Verein Pepe Lienhard und Traktorkester für Konzerte in die Dominikanische Republik und lud umgekehrt Jugendliche für Auftritte in die Schweiz ein.
Nach 15 Jahren Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium hat MusikübersMeer kürzlich entschieden, in der Dominikanischen Republik künftig nur noch mit Nicht-Regierungs-Organisationen zusammenzuarbeiten. Wir wünschen aber allen Kindern und Jugendlichen und allen engagierten Lehrpersonen und den Menschen, die die Vision mittragen, dass Armut, Gewalt, Kriminalität über die Musik gelindert werden können, alles Gute – und immer viel Musik!
Nach wie vor kann das Video von 2012 angeschaut werden, das zeigt, wie MusikübersMeer funtioniert.
Zum dritten Mal dieses Jahr hat Matthias Diener MusikübersMeer beim Verpacken von über hundert Instrumenten geholfen. Das ehemalige Vorstandsmitglied unterstützt den gemeinnützigen Verein weiterhin tatkräftig. So sind nun die Musikinstrumente und viel zusätzliches Reparaturwerkzeug – unter anderem ein komplettes Ausbeulset mit Bleikugeln und Stangen – parat für den Transport übers Meer. Die Juni- und Juli-Instrumente reisten in die Dominikanische Republik. Dieses Mal wird das Schiff in der kolumbianischen Stadt Cartagena de Indias anlegen.
Wer meint, Putzarbeit können nur Frauen leisten, muss umdenken. Jedenfalls haben wir bei MusikübersMeer mehrere Männer, die ihr Bestes geben beim Abstauben, Waschen und Polieren unserer Musikinstrumente. Jürg (li.) und Martin sind auf dem Foto konzentriert am Arbeiten – aber die Stimmung bei den Events mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden in unserem Lager ist immer auch fröhlich und wir lachen viel. Wer will – Frau oder Mann – darf sich gern auf die Warteliste setzen lassen. 😉
Wenn jemand sich ungeschickt anstellt, sagt man rasch: «Der hat ja keine Ahnung vom Tuten und Blasen.» Unbestritten viel Ahnung haben aber die Mitglieder des Musikvereins Hedingen. Mehrere engagierte Fachpersonen kontrollierten für unseren gemeinnützigen Verein Klarinetten, Trompeten, Saxofone, Posaunen, Querflöten. Nun sind 130 Blas- und Perkussionsinstrumente wieder in gut spielbarem Zustand und damit (fast) bereit für den nächsten Instrumententransport übers Meer nach Kolumbien.
Foto (für die Gesamtansicht klicken): Ruth, Hugo, Jürgen (v.r.).
Im Mai 2022 haben die Mitglieder der jährlichen Vereinsversammlung den neuen Vorstand von MusikübersMeer gewählt. An einer Strategiesitzung haben wir nun in der aktuellen Zusammensetzung über die Zukunft des gemeinnützigen Vereins ausgetauscht und wichtige Entscheide getroffen. Unterstützt wurden wir in diesem Prozess von Vera Haag Arbenz, Head Humanitarian Action bei Solidar Suisse (v.r.). Über grössere und kleinere Veränderungen bei MusikübersMeer werden wir Sie auf dieser Seite natürlich laufend informieren.
Vor einigen Tagen bot MusikübersMeer seinen Partnerschafts-Organisationen in Kolumbien etwas Neues an: einen Online-Kurs via Zoom zur Pflege von Blasinstrumenten und zum richtigen Umgang mit diesen. Dubán Silgado, unser Instrumentenreparateur in Cartagena, hat den Kurs geleitet.
Die Idee wurde aber nicht nur umgesetzt, sondern perfektioniert. Mit vorbereiteten Slides veranschaulichte der Reparateur seine Erklärungen. Und sowohl direkt im Saal der Projektpartnerin Actuar por Bolívar als auch vor den Bildschirmen bei den Musikdozent*innen weiterer Organisationen scharten sich Kinder und Jugendliche in Gruppen: So konnte an der Schulung auch teilnehmen, wer selber über keinen Internetzugang verfügt. Aus der Idee eines Online-Kurses wurde also eine gelungene Hybrid-Schulung.
MusikübersMeer ist am Vorbereiten des September-Instrumententransports nach Kolumbien. Aktuell fehlen uns leider vor allem noch Bratschen, Celli, Kontrabässe, Baritonsaxofone, E-Bässe und E-Bass-Verstärker. Auch wurden wir um Equipment für Auftritte gebeten. (Mikrofone, Verstärker etc.) Wir sind sehr froh, wenn wir dank Ihrer Spende noch einige der Wünsche unserer Projekt-Partner*innen in Kolumbien erfüllen können.
Foto: Jugendliche spielen zwei der wenigen Bratschen, die wir bisher gespendet erhielten.
Das Jugendorchester unserer Projektpartnerin, der Fundación Colectivo Canta, im Armutsviertel Nelson Mandela der kolumbianischen Stadt Cartagena de Indias probt regelmässig und mit unglaublich viel Freude und Energie – nicht nur die Nationalhymne Kolumbiens. Das ist auch dem Direktor Héctor Iriarte Martínez und der Direktorin Sandra Salas und allen weiteren ehrenamtlichen Lehrerinnen und Lehrern zu verdanken. Und den Eltern, die ihre Kinder engagiert unterstützen, weil sie wissen, dass die Musik deren Lebenssituation verbessert.
Die Musikgesellschaft Hallwil, eine der traditionsreichsten und ältesten Musikgesellschaften der Schweiz, musste sich kürzlich wegen Mitgliedermangels auflösen. Eine traurige Situation!
MusikübersMeer ist sehr dankbar, dass wir mehrere der nun ungenutzten Instrumente inkl. Etuis in Top-Zustand gespendet erhalten haben. Zusätzlich durften wir über dreissig Notenständer und viele Partituren übernehmen. Die Instrumente werden im September übers Meer nach Kolumbien reisen und dort neu erklingen – in den Jugendorchestern, die sich über Nachwuchs nicht beklagen können.
Diese Hütte steht im Prättigau. Sie wird zwar nicht konkret und physisch übers Meer reisen. Aber die Besitzerin hat das Maiensäss verkauft und den Verkaufserlös MusikübersMeer gespendet. – Nachahmen erlaubt. 🙂
Wir sind glücklich und freuen uns, dass wir dank des Hütten-/Geldsegens noch vielfältigere Möglichkeiten haben, Kindern und Jugendlichen in Armutsverhältnissen durch die Musik Freude und Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu schenken und damit Samen für mehr Gerechtigkeit auf unserer Welt zu pflanzen.






